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Weihnachtsmarkt Nürnberg - 1 Tag

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Erleben Sie Weihnachten von seiner schönsten Seite und entdecken Sie den berühmten Nürnberger Christkindlesmarkt! Der Nürnberger Christkindlesmarkt ist einer der ältesten und einer der berühmtesten Weihnachtsmärkte der Welt.  

„Das Städtlein aus Holz und Tuch“ Der Nürnberger Christkindlesmarkt

Auf dem Nürnberger Hauptmarkt, im Herzen der Stadt, verzaubert in jedem Jahr Deutschlands berühmtester Weihnachtsmarkt, der Nürnberger Christkindlesmarkt, seine großen und kleinen Besucher. Wie stets am Freitag vor dem ersten Advent wird das Nürnberger Christkind von der Empore der Frauenkirche aus mit dem feierlichen Prolog „seinen“ Markt eröffnen. Bis zum Heiligen Abend werden wieder mehr als zwei Millionen Gäste erwartet, denn der Christkindlesmarkt ist nicht nur für Touristen aus der ganzen Welt ein attraktives Reiseziel. Auch für die Nürnbergerinnen und Nürnberger gehört ein Gang durch die Budenstadt – vor allem an den Abenden unter der Woche – zum Adventserlebnis.

Traditionelles Warenangebot
Etwa 180 Holzbuden mit rot-weißen Stoffdächern, von den Markthändlern liebevoll eingerichtet und dekoriert, stehen zur Adventszeit auf dem Hauptmarkt und geben dem Christkindlesmarkt den Beinamen „Städtlein aus Holz und Tuch“. Die gut 200 Händler präsentieren ein bewusst traditionell gehaltenes Warenangebot: Nürnberger Lebkuchen, Früchtebrot, Back- und Süßwaren, typische Weihnachtsartikel wie Rauschgoldengel, Krippen, Christbaumschmuck sowie Kerzen, Spielzeug und Kunstgewerbe. Beliebte Erinnerungsstücke oder Mitbringsel vom Christkindlesmarkt sind die „Nürnberger Zwetschgenmännle“, Figuren aus getrockneten Pflaumen. Für die Stärkung während des Marktbummels dürfen natürlich die berühmten Nürnberger Rostbratwürste und der Glühwein nicht fehlen. 

Ein kritisches Auge auf die Buden und die angebotenen Waren haben die Mitarbeiter des Marktamts. Sie überprüfen unter anderem Beleuchtung und Dekoration. So sind Tannengirlanden aus Plastik ebenso tabu wie eine Dauerberieselung mit Weihnachtsmusik vom Band oder Fahrgeschäfte auf dem Markt. Aber nicht nur die städtischen Vorgaben verleihen dem Christkindlesmarkt sein besonderes Flair. Die Marktbeschicker selber legen ihren ganzen Ehrgeiz in eine stimmungsund geschmackvolle Gestaltung. Und diese Mühe wird auch belohnt. Seit 1981 verleiht die Stadt alljährlich für die schönsten Buden den
„Zwetschgermoh“ in Gold, Silber und Bronze. Mit seinem traditionellen Gesicht ist der Nürnberger Christkindlesmarkt Vorbild für andere Weihnachtsmärkte. Als malerische Kulisse für Fernsehproduktionen ist das „Städtlein aus Holz und Tuch“ ebenfalls gefragt.


Ältester Nachweis aus dem Jahr 1628
Immerhin gehört der Christkindlesmarkt zu den ältesten Weihnachtsmärkten in Deutschland. Eine vorweihnachtliche Verkaufsmesse auf dem Nürnberger Hauptmarkt lässt sich bis in die Mitte des 16. Jahrhunderts zurückverfolgen. Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung des Christkindlesmarkts stammt aus dem Jahr 1628: Auf dem Boden einer 19 Zentimeter langen, ovalen und mit Blumen bemalten Spanschachtel aus Nadelholz, die das Germanische Nationalmuseum besitzt, wurde eine mit schwarzer Tinte gemalte Inschrift gefunden: „Regina Susanna Harßdörfferin von der Jungfrau Susanna Eleonora Erbsin (oder Elbsin) zum Kindles-Marck überschickt 1628.“

Eine Liste aus dem Jahr 1737 gibt Hinweise auf die damaligen Marktbeschicker. Sie zeigt, dass fast alle Nürnberger Handwerker in der Budenstadt vertreten waren. 140 Personen waren berechtigt, Waren anzubieten.

Ende des 19. Jahrhunderts verlor der Markt seine Bedeutung, wechselte mehrmals den Standort und erfuhr eine Wiederbelebung erst in den 30er Jahren des darauffolgenden Jahrhunderts. Die Nationalsozialisten nutzten die traditionsreiche Veranstaltung, um das Image Nürnbergs als „des Deutschen Reiches Schatzkästlein“ zu prägen und ihren eigenen Jahresfest-Kalender aufzuwerten. 1933 wurde nun wieder auf dem Hauptmarkt der „deutschesten aller deutschen Städte“ der Christkindlesmarkt mit einer verklärend romantischen Feier eröffnet. Eine als Christkind verkleidete Schauspielerin, die von zwei Rauschgoldengeln begleitet wurde, rezitierte einen Vorspruch, ein Kinderchor sang, Kirchenglocken läuteten. Während des Zweiten Weltkriegs fand in Nürnberg kein Christkindlesmarkt mehr statt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg
Drei Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs erstand 1948 der Christkindlesmarkt in der völlig zerstörten Altstadt aufs Neue. Friedrich Bröger, Chefdramaturg des Theaters und Sohn des Arbeiterdichters Karl Bröger, verfasste einen Prolog, der seitdem – inzwischen in einer mehrfach überarbeiteten und der Zeit angepassten Version – vom Nürnberger Christkind vorgetragen wird. Ab 1948 mimte die Nürnberger Schauspielerin Sofie Keeser das Christkind, die diese Rolle bis Anfang der 1960er Jahre ausfüllte. Auch das nächste Christkind, Irene Brunner, war Schauspielerin und wirkte bis 1969.

Hier ist das Christkind zuhause
Seitdem wird das Christkind alle zwei Jahre gewählt. Dazu werden über die ortsansässigen Zeitungen Nürnbergerinnen, die zwischen 16 und 19 Jahre alt, mindestens 160 Zentimeter groß und absolut schwindelfrei sind, aufgefordert, sich mit Foto zu bewerben. Die Bewerbungen erscheinen in den Tageszeitungen und im Internet, die Leser und Nutzer geben ihrem Wunsch-Christkind ihre Stimme. In einer Endauswahl entscheidet eine Jury zwischen den letzten sechs Bewerberinnen. Das Christkind hat im Dezember kaum eine Minute Ruhe, denn es gilt, mehr als 150 Termine in Altenheimen, Kindergärten und anderen karitativen Einrichtungen wahrzunehmen. Viermal in der Woche können die Besucher ihm auf dem Markt und der Kinderweihnacht begegnen. Außerdem ist das Christkind in Deutschland unterwegs, besucht andere Weihnachtsmärkte, absolviert Medienauftritte und ist somit Botschafterin des Nürnberger Christkindlesmarkts und der Stadt.

Mehr unter: www.christkindlesmarkt.de

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